Blog

  • Hallo Welt!

    Hallo und willkommen zu Florians Welten. Mein Name ist Florian, und der eine oder andere mag mich vielleicht als Gründer der Jedi-Bibliothek kennen, wo ich seit 2011 über Star Wars-Literatur schreibe. Darum soll es hier allerdings nicht gehen, denn dieser Blog soll für mich eine Art Neuanfang sein, in dem ich mich auch außerhalb der Star Wars-Galaxis literarisch austoben darf. Ich lese nämlich längst nicht nur sternenkriegerische Werke, sondern aktuell z.B. auch viele Klassiker der Science-Fiction und Fantasy, aber auch moderne Veröffentlichungen innerhalb und außerhalb dieser Genres.

    All das begeistert mich sehr, hätte bei der Jedi-Bibliothek aber natürlich keinen Raum, sodass ich beschlossen habe, dies ganz zwanglos auf meinem eigenen Blog zu tun. Ich freue mich dabei natürlich über alle Leser*innen, die mir auf dieser Reise folgen möchten, doch zuvorderst möchte ich diesen Weg für mich gehen. Wäre Reichweite mein Ziel, würde ich im Jahr 2026 sicher keinen Literaturblog mehr starten, sondern wohl meinen einschlägig aktiven Freund*innen auf Instagram und TikTok Gesellschaft leisten.

    Nun ist es aber so, dass Kurzvideos und Bildposts nicht meine Stärke sind und ich mich eben nicht für Reichweite verbiegen möchte. Schreiben ist schließlich mein Weg, mich auszudrücken, und dieser Blog ist primär mein Vehikel, um das zu tun. Umso schöner natürlich, wenn meine Zeilen Anklang finden, aber das ist nicht die Vorbedingung dafür, dass ich dies tue. Ebenso mache ich auch keine Versprechungen, wie häufig oder regelmäßig ich hier neue Beiträge veröffentlichen werde.

    Wenn Du schon hier bist, möchte ich Dir aber gerne direkt ein paar Lesetipps aus dem Bereich der Phantastik mitgeben, die Dir einerseits schöne Stunden bescheren können, andererseits aber auch ein Gespür dafür geben, wie mein Bücher- und Comicgeschmack aufgestellt ist.

    Schnell dürfte euch auffallen, dass ich Bücher bevorzugt in ihrer Originalsprache lese, sofern ich dieser mächtig bin. In den allermeisten Fällen bedeutet dies, dass ich auf Englisch lese – was aufgrund meiner hauptberuflichen Eigenschaft als Englischlehrer wohl einleuchten dürfte.

    • Der Kurzroman This Is How You Lose The Time War von Amal El-Mohtar und Max Gladstone ist vieles: einfallsreich, wortgewandt, visuell bombastisch, queer, gefühlsstark, episch… Vor allem ist er aber ein wirklich gelungenes Experiment, einen Briefroman in einem Science-Fiction-Setting umzusetzen, das ich jedem nur wärmstens empfehlen kann.
    • Die Graphic Novel Eight Billion Genies von Charles Soule und Ryan Browne handelt nicht von hochintelligenten Genies, sondern von Dschinns, die global ihr Unwesen treiben. Jeder Bewohner der Erde hat einen Wunsch frei, und alle diese Wünsche werden gleichzeitig Realität – auch wenn sie widersprüchlich sind. Visuell beeindruckend, erzählerisch durchdacht und ohne Angst vor einer gesunden Prise Absurdität, die am Ende gar nicht so absurd erscheint – absolute Lese-Empfehlung!
    • Another Story, or A Fisherman of the Inland Sea von Ursula K. Le Guin ist eine Kurzgeschichte aus Le Guins Hainish-Zyklus, die den „The Road Not Taken“-Zeitreise-Trope mit insterstellaren Reisen und einer sehr feinfühlig gezeichneten Selbstfindungsgeschichte vermischt. Le Guin war Meisterin ihres Fachs und auch wenn ihre einfallsreichen Romane oft mehr Aufmerksamkeit bekommen, sind es gerade doch die Kurzgeschichten, in denen sie oftmals brilliert. Ebenso sind ihre Ansichten zu Sexualität und Gender im Kontext und Kontrast zu ihrer Zeit sehr interessant.
    • There Is No Antimemetics Division von qntm ist ein dem SCP-Wiki entsprungener Roman über eine fiktive Organisation, die Jagd auf bedrohliche Wesenheiten macht, die menschliche Erinnerungen verfälschen oder auslöschen können, um ihre Identität zu verschleiern – sogenannte „Antimemes“ (und daher auch der Titel). Teils Agententhriller, teills Cosmic Horror, und ein absolut einmaliges Lesevergnügen, das inmitten des Grusels und Nervenkitzels auch mit trockenem Humor aufwartet.
    • Qualityland von Marc-Uwe Kling: Auch wenn man Kling eher für seine urkomischen Känguru-Satirewerke kennt, sind die beiden Qualityland-Romane mitunter die besten satirischen Analysen unserer modernen Zeit und der möglichen Zukunft, die daraus erwachsen könnte. „Das System sagt, ich will das, aber ich will das nicht!“
    • Project Hail Mary von Andy Weir: Dieser Roman ist nicht nur die Vorlage des aktuellen Sci-Fi-Blockbusters des Jahres, sondern auch ein Zeichen dafür, dass harte Science-Fiction auch in diesem Jahrzehnt noch funktioniert und unterhaltsam sein kann. *jazz hands*

    Aktuell lese ich Le Guins Hainish-Zyklus, von dem ich eine schmucke Gesamtausgabe der Library of America besitze, und lese auch Ray Bradburys Fahrenheit 451, das ich vor Jahren schon einmal gelesen habe, nochmal quer. Als nächstes erwartet mich wohl The Faith of Beasts von James S.A. Corey, also der zweite Band der Trilogie Captive’s War, auf den ich schon sehr gespannt bin.

    Sofern hier jetzt wirklich jemand mitgelesen habt, macht euch gerne in den Kommentaren bemerkbar. Was wünscht ihr euch von diesem Blog? Was habt ihr zuletzt gelesen? Was soll ich unbedingt als nächstes lesen?

    Bis bald,

    Euer Florian